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Ein Erinnerungsheft als Abschiedsgeschenk in der Pflege

Zum Abschied einer Kollegin oder eines Kollegen entsteht oft der Wunsch, gemeinsame Jahre festzuhalten. Ein kleines Erinnerungsheft gibt unterschiedlichen Stimmen Platz. Mit einem einheitlichen Seitenaufbau und einem klaren Abgabetermin bleibt die Gestaltung auch neben verschiedenen Schichten machbar.

Redaktion: luujuu, Verlag von asystole · Stand:

Ein Format wählen, das fertig werden kann

Entscheidet euch vor dem Sammeln für ein kleines Heft, einzelne Karten in einer Mappe oder ein gebundenes Buch. Ein Format für alle Beiträge erspart später viel Nacharbeit. Für zwölf Beteiligte kann eine halbe Seite pro Person genügen; die Anzahl ist ein Planungsbeispiel und keine Vorgabe.

Legt fest, wer Texte entgegennimmt, wer gestaltet und wer den Ausdruck organisiert. Plant Zeit für eine letzte Namensprüfung ein. Wenn das Geschenk verschickt werden muss, gehört dieser zusätzliche Schritt in den Zeitplan.

Drei Fragen für jeden Beitrag

Bitte jede Person um eine Antwort auf drei Fragen: Woran erinnerst du dich gern? Was hast du an der Zusammenarbeit geschätzt? Was wünschst du für den nächsten Abschnitt? So entstehen persönliche Texte, auch wenn nicht alle gern lange schreiben.

Eine Erinnerung an ein gemeinsames Frühstück oder einen privaten Ausflug ist gut greifbar. Witze sollten für die beschenkte Person angenehm sein. Vermeide Geschichten, die nur eine kleine Untergruppe versteht oder jemanden auf einen Fehler festlegen.

Fotos und Geschichten sorgfältig auswählen

Verwendet nur Fotos, mit deren privater Weitergabe die erkennbaren Personen einverstanden sind. Gebt den Beteiligten die Möglichkeit, ein anderes Bild vorzuschlagen. Für fehlende Fotos können eine eigene Zeichnung, eine Postkarte oder eine handschriftliche Seite einspringen.

Patient:innen, ihre Unterlagen und erkennbare Versorgungsgeschichten gehören nicht in das Heft. Auch vermeintlich anonymisierte Anekdoten können in einer kleinen Einrichtung zuordenbar sein. Bleibt deshalb bei euren eigenen gemeinsamen Erlebnissen außerhalb konkreter Behandlungssituationen.

Eine Einladung als letzte Seite

Die letzte Seite kann einen nächsten gemeinsamen Anlass enthalten: ein Frühstück, einen Spaziergang oder einen Spieleabend. Nennt eine Person, die sich um die Terminabstimmung kümmert. Die beschenkte Person muss nach dem Abschied nicht selbst alle Kontakte zusammenführen.

Wenn ein Pflegekartenspiel beigelegt wird, besprecht zuvor, ob die Person auch in der Freizeit gern Pflegebegriffe errät. asystole Pflege hat deutsche Karten und ist für vier bis acht Menschen mit Pflegewissen gedacht. Die Einladung sollte freiwillig und zeitlich flexibel bleiben.

Vor der Übergabe einmal gemeinsam prüfen

Kontrolliert Namen, Reihenfolge und Lesbarkeit. Sind alle angekündigten Beiträge angekommen? Fehlt eine abwesende Kollegin? Hat jemand einen Text ausdrücklich zurückgezogen? Eine kurze Abschlussrunde der organisierenden Personen hilft, offene Punkte zu klären.

Bei der Übergabe könnt ihr den ersten Gruß vorlesen und den übrigen Inhalt zum späteren Lesen überlassen. Ein langes Vortragen aller Seiten ist selten nötig. Schreibt innen Anlass und Datum auf; nach einigen Jahren erleichtert das die Einordnung der Erinnerungen.

Die Organisation einer Sammlung über mehrere Schichten ergänzt diesen Gestaltungsratgeber. Andere Ideen findest du im Geschenkratgeber für Pflegekräfte.

Wir geben asystole heraus. Die Geschenkideen und Übungsabläufe sind redaktionelle Vorschläge. Produktangaben wurden am 12. Oktober 2026 geprüft; aktuelle Preise und Liefermöglichkeiten stehen auf den verlinkten Bestellseiten.

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